DIE SCHLUCHT

Die Groppensteinschlucht ist ein atemberaubendes Naturjuwel und ein besonderes Naturschauspiel im Luft- und Schrothkurort Obervellach inmitten des Nationalparks Hohe Tauern. Auf einer Länge von 2,5km wandert man über spektakuläre Steiganlagen und Brücken vorbei an Stromschnellen und Wasserfällen mit bis zu 30m Fallhöhe. Erleben Sie einen „Gesundbrunnen“ mit Ruhe und Vitalität. Erlebnis Sinnes:Schlucht für die ganze Familie. Auch Hunde sind erlaubt.

GESCHICHTE

Schon während des Mittelalters wurde das Seitental nach Mallnitz für den Saumverkehr mit der „wandernden“ Mautstelle in Obervellach (Ausgangspunkt der Groppensteinschlucht) als sogenannte „Fuggerstrasse“ über den Korntauern zur Versorgung des Gasteiner Bergbaureviers ausgebaut.

 

Die ehemalige landesfürstliche Mautstation bestand aus einem einstöckigen quadratischen Turm mit 4x4m und ist als Bruchsteinmauerwerk ausgeführt. Er war seit der zweiten Hälfte des 13. Jh bis in die erste Hälfte des 16. Jh in Betrieb.

 

Am Beginn der Groppensteinschlucht sind noch die Überreste eines Industriebetriebes der Familie Fleischhacker zu sehen. Sie errichteten eine Zellstoff- und Pappenfabrik.

Der historische Mautturm ist Ausgangspunkt der Groppensteinschlucht
Der historische Mautturm ist Ausgangspunkt der Groppensteinschlucht

FLORA & FAUNA

Die Groppensteinschlucht ist die geopraphische Grenze zwischen der Sonnblick- und der Reißeckgruppe. Das glattgeschliffene Bachbett im Mallnitzbach stammt vom Auernig-Törlkopf-Bergsturz und besteht aus Prasinit. Weitere Mineralien sind Quarzite, Phyllite und Granitgneisen.

 

Die bachbegleitende Vegetation besteht unter anderem aus der großblättrigen „Gemeinen Pestwurz“, der Klettendistel, den Sumpfstorchschnabel und weiteren seltenen Pfanzen wie Orchideen und Waldrebe. Neben dem dominierenden Fichtenwald gibt es auch noch die Grauerle, Esche, Ulme, Tanne und Buche.

 

Im Frühsommer ist die Groppensteinschlucht auch ein Vogelparadies z.B. für die Wasseramsel, Blau- und Kohlmeise, Bachfink, Zaunkönig, Mönchsgrasmücke, Zilpzal, Tannenmeise und weiteren Vogelarten aber auch für den seltenen Feuersalamander.


GEOLOGIE

Die Groppensteinschlucht ist Teil des Tauernfensters, welches neben dem Engadiner Fenster (Schweiz) und dem Rechnitzer Fenster (Burgenland) das größte tektonische Fenster der Ostalpen ist. Es erstreckt sich über etwa 160 Kilometer Länge vom Brennerpass im Westen bis zum Katschberg im Osten und beinhaltet den namensgebenden Nationalpark "Hohe Tauern", sowie Anteile an den Zillertaler Alpen. Seine Nord-Süd-Erstreckung beläuft sich auf etwa 30 km bis ca. 50 km. 

 

 

Unterschiedliche Gesteinsarten der Schlucht erzählen von der plattentektonischen Geschichte und Entstehung:

  • Kalkglimmerschiefer 
  • Blockschutt – Zeugen eines der größten Bergsturzstromereignisse in den Hohen Tauern 
  • Quarzit 
  • Granitgneis 
  • Schwarzschiefer 

Quelle: ibg ZT GmbH, Mitterlingweg 14, 9520 Sattendorf 


Burg Groppenstein
Burg Groppenstein

BURG GROPPENSTEIN

Die Burg Groppenstein ist eine Felsenburg nahe der Einmündung des Mallnitzbachs in die Möll und  Namensgeber der Groppensteinschlucht. 

 

Burg Groppenstein gehört zu jenen relativ wenigen Burgen, die im Lauf ihrer langen Geschichte immer bewohnt und nie dem Verfall preisgegeben oder abgebrannt waren. Daher gehört es zu den besterhaltenen Wehrbauten des Landes. Bereits 1254 wird hier ein turris de Cropensteine genannt.

 

Heute befindet sich die Burg in Privatbesitz.


IMPRESSIONEN